Nach der Rückkehr aus Udine feierten wir gleich alle gemeinsam ins neue Jahr hinein. Die Mademoiselle, ihre Jungs und ich sattelten danach sofort die Pferde und es ging auf Familienbesuch ins Hexagone. Wir verbrachten einige Tage in Chauvigny. Eine Kleinstadt im Département Vienne bei Poitiers. Bei der Mademoiselle ihrem Bruder und seiner Familie wurden uns vier Tage L’art de vivre à la française serviert und wir futterten und tranken um die Wette. Habt ihr gewusst, dass es in Frankreich ca. 1200 Käsesorten gibt? Also ich nicht, aber ich fühlte mich so, als ob ich die Hälfte davon in dieser Woche probierte. Irre wie das in Frankreich gelebt wird. Natürlich muss Mann oder Frau dazu den richtigen Wein trinken. Ich hatte natürlich wieder keinen Plan und ließ mir alles erklären. Wenn man kein Muttersprachler ist, bleiben das immer böhmische Dörfer, jedenfalls für mich. So saßen wir täglich beim dîner et pour le repas de midi zusammen und es wurde dabei wild diskutiert, welches Essen es beim nächsten Mal geben wird. Herrlich.
Natürlich schaute ich auch, ob ein Spiel in der Nähe wäre. Doch soviel Auswahl hat man im Winter logischerweise nicht. Auch wollte ich nicht zu lange von der Familie weg sein und musste auch das Auto vom Vater der Mademoiselle benutzen. So waren eigentlich nur die Spiele Stade Laval gegen den FC Lorient, Angoulême CFC gegen die Association Sportive de Cannes, in der National 2 und SCO Angers gegen die Bretonen von Stade Brestois 29 machbar. Meine Wahl fiel auf das Viertligaspiel in Angoulême. Da ich erstens das Stadion recht cool fand, zweitens es samstags war und drittes ich mir vom Gästeteam insgeheim ein wenig versprach. Natürlich wurde seitens der Familie gestichelt, der Bruder der Mademoiselle tat sich da besonders hervor, dass ich einfach zum Fussball fahre und nicht zum Essen bleibe. Anfangs blieb ich noch standhaft, aber als wir vormittags alle gemeinsam auf dem Wochenmarkt in Chauvigny waren und groß eingekauft wurde, bröckelte meine Entschlossenheit doch Stück für Stück dahin. Als dann noch Austern in den Einkaufsbeutel wanderten, entschied ich mich um und plante das Erstligaspiel in Angers. Da sonntags familientechnisch nicht viel geplant war, hauptsächlich da die Schule in Frankreich wieder startete und die Kinder des Bruders sich dafür vorbereiteten. Der Vater der Mademoiselle kam bei dem Plan ein Ligue 1 Spiel zu besuchen doch aus der Deckung und wollte mitkommen. Ich schaltete sofort und buchte fix die Tickets. So konnte keiner mehr intervenieren und ich war zufrieden. Die 2 Stunden Fahrt übernahm ich das Steuer und der Papy konnte sich gemütlich auf den Beifahrersitz breit machen. Am Stade Raymond-Kopa angekommen, wurde sich kurz orientiert und mal geschaut, was es so zu futtern gab. Für die Gourmets unter euch, es gab keine Merguez, dafür das weltbeste Bier. Ein Heineken. Denn es muss ja der Gipfel des blonden Goldes sein, da es die Brühe überall gibt. Wenn ich an gutes Bier denke, denke ich bestimmt nicht an die Niederlande.
Der Namensgeber des Stade Raymond-Kopa, hieß eigentlich Raymond Kopaszewski und war ein französischer Nationalspieler. Die ersten zwei Jahre seiner Karriere spielte er in Angers. Weitere Stationen waren Stade de Reims und Real Madrid. Für die Nationalmannschaft trat er 45-mal an. Er ist außerdem der erste Franzose, welcher den Ballon d’Or gewann. Dies war 1958. Auf unseren Plätzen stellten wir beide fest, dass das Stadion auch auf der Insel hätte stehen können. Mein zweiter Blick richtete sich dann auf die Fanblöcke. Beide, der Heimbereich und der Secteur des visiteurs befinden sich auf der gleichen Hintertorseite. Ich war überrascht, dass so viele Fans aus der Bretagne angereist waren. Der untere Block, wo sich die beiden Gruppen, die Ultras Brestois 1990 und die Celtic Ultras 2001, stellten, war ordentlich gefüllt. Der Block ist aber selten dämlich, da er mit einem engmaschigen Fangnetz umhüllt ist. Direkt daneben der kleine Stimmungskern um den Kop De La Butte 1992. Dieser umfasste ca. 200 Fans.
Da ihr euch jetzt sicherlich fragt, also ich habe dies gemacht, was es mit dem Namen -Kop de la Butte- auf sich hat, kann ich euch ein paar Informationen liefern. Da ich mal davon ausgehe, dass man nicht viel über die kleine Fanszene aus Angers in unseren Breitengraden weiß. Der KDLB hat zu seinen 30sten Geburtstag ein Jubiläumsbuch herausgebracht, der Name des Buches ist -There’s only one KDLB-. Ich habe 2023 zwei Exemplare davon bestellt, jeweils eins für goju und eins für mich. Da ich gern ein paar Informationen über die kleine Fanszene aus Angers erhalten wollte, setzte ich mich tatsächlich daran, das Buch zu übersetzen:
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Ende der 80er Jahre gab es die ersten Anfeuerungsrufe von der Tribune Saint-Léonard. Über einfache Schlachtrufe ging es natürlich nicht hinaus. Es wurde viel gepöbelt und teilweise flogen die Bierbecher auf den Platz. Als der Verein 1993 in die Ligue 1 aufstieg, spülte dies neue Zuschauer und Fans ins Stadion. Diese Fans schaffen den Grundstein für eine organisierte Fanszene im Sportclub des Westens, was die Abkürzung des Vereinsnamens bedeutet -Angers Sporting Club de l’Ouest-. Es gründen sich die Fanatics 49. Welche aber etwas abwertend vom KDLB beschrieben werden. Perücken, Schminke, mehr Trommeln als Fans und drei Schals am Oberarm. Sie werden Footix Supporters genannt. Footix war der Hahn, welcher das offizielle Maskottchen der Fußball-Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich gewesen ist. Die Fanatics 49 wurden von einem Sozialarbeiter gegründet, welcher mit geistig eingeschränkten Jugendlichen arbeitete und diese auch mit ins Stadion brachte. Das ist schon speziell und ich weiß nicht, wie ich mir das vorstellen soll, aber so wird es im Buch beschrieben. Da es überhaupt keine Gruppe von Fans gab, welche zusammen und unterstützend das Spiel schauten, gab es ein Vakuum. So gesellten sich weitere Teenager zu den Fanatics 49 dazu. Das Team des SCO spielte weiter erfolgreichen Fussball, so wollten die Jugendlichen mehr Stimmung machen. Doch die Gruppe des Sozialarbeiters genügte den anderen Fans nicht und sie stellten sich auf den grünen Hügel hinter das Tor. Es waren teilweise Freunde, die sich aus der Schule kannten. So entstanden nach und nach ein Stimmungskern. Und da dieser, wie gesagt auf einen Hügel hinter dem Tor verortet war, begann sich der Begriff Kop de la Butte in Angers zu etablieren. Der Kop des Hügels. Heutzutage ist von dem besagten Erdwall natürlich nichts mehr zu sehen, aber die Geschichte um die Namensfindung ist schon interessant und man sollte dies auch in den zeitlichen Rahmen setzen, in welcher sich diese abspielte. Schon im Mai 1993 wurde der Butte nach einer Massenpanik gegen Laval umgebaut und saniert und es entstand eine Tribüne. Somit war der Hügel verschwunden, aber der Name blieb.
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Das Gruppenlogo des Kop wird in der Saison 1994/95 von einem jungen Mitglied bei sich zu Hause frei Hand im Jugendzimmer gezeichnet. Inspirieren lässt er sich von einem Poster der Ska Band Los Tres Puntos. Im Laufe der Jahre verliehen ihn die Angers-Fans den Spitznamen Rapetou. Welcher eine Figur der Panzerknacker aus dem Hause Disney ist. Eine Ähnlichkeit ist tatsächlich nicht von der Hand zu weisen. Für die jeweiligen Gruppen-Jubiläen wurde das Logo immer mal wieder modifiziert.
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Politik darf in solchen Gruppenbüchern natürlich auch nicht fehlen. Zwei Punkte konnte ich dafür herauslesen. In der Saison 2015 nach dem Aufstieg in die Ligue 1, kommen einige Mitglieder von „Les Identitaires“ (eine Vereinigung welche den „neuen Rechten“ zugeordnet werden kann) und versuchen, auf der Tribüne Fuß zu fassen, doch der Kop de la Butte macht seinen Mitgliedern klar, wer mit dieser Bewegung zusammenarbeitet wird ausgeschlossen. Die Identitären verschwinden daraufhin nach 3-4 Monaten wieder. Der KDLB möchte keine Parteien-Politik und versucht, dass dies kein Thema in der Fanszene wird. Mit dem Makel eine rechte Gruppe zu sein, muss sich der KDLB länger herumschlagen. Nicht ganz zu Unrecht wie sie teilweise schreiben. Bei einem Auswärtsspiel in Le Mens fuhren einmal ca 20 Skins im Reisebus mit. Die Fahrt artete komplett aus. Es wird zu viel getrunken und sich wie Asoziale verhalten. Mehre Verhaftungen sind die Folge. Dieses Image bekommt der KDLB für lange Zeit nicht los. Obwohl es allmählich zu einem Generationenwechsel und es in der Folgezeit nicht mehr zu derartigen Vorfällen kam. Durch die jungen, neuen Fans in der Gruppe wandelt sich das Bild. Die Gruppe wird die nächsten Jahre keine großen Highlights erleben, auch ihr 20-jähriges Jubiläum wird nicht groß gefeiert. Da sie die Stadt bei der Umsetzung der Choreo hängen lässt. Auch auswärts wird es keine optische Aktion geben, welche den Anlass entsprechend wäre. In der Saison 2012/13 werden sich die zwei KDLB-Mitglieder, die die meiste Arbeit und Zeit in die Struktur bzw. die Organisation der Gruppe stecken, zurückziehen. Es finden sich aber keine Nachfolger für diese Aufgaben und es wird unter den Mitgliedern abgestimmt, dass die Aktivitäten eingestellt werden. Im Buch wird dies relativ emotionslos und wertfrei erläutert. Man formiert sich nun unter den Namen Angers Fans. Diese Struktur wird nur eine Saison später zurückgenommen und man kehrt zum Kop de la Butte zurück. Ob sich nun neue junge Mitglieder um die Führung kümmern bleibt im Buch vage, da nicht darauf eingegangen wird. Ich empfand dies beim Lesen doch gut durcheinander. Nach der Rückkehr, in der Saison 2015/16, des SCO in die Ligue 1, kommt die Gruppe endgültig und mit voller Motivation zurück auf die Tribüne. In diesen Zeitraum erlebte auch die Freundschaft zu den Gruppen vom RWD Molenbeek, Brussels Boys 85 und Brusselspower 2005 eine Renaissance. Die Freundschaft entstand Anfang der 90er Jahre. Ein junger Belgier welcher seine Studienfreunde in Angers besuchte, hing zum Spiel gegen Bordeaux eine Fahne mit dem Akronym RWDM an den Zaun und wurde freundlich begrüßt. Die Freundschaft schläft zwar im Laufe der Zeit etwas ein, doch der Kontakt wird von einigen Personen aus beiden Fanszene weiter gehalten. Die Besuche werden nun wieder häufiger. Die ruhigere Phase war auch dem Umstand geschuldet, dass der RWD Molenbeek nach finanzieller Schieflage 2015 neu gründete wurde. Aktuelle besteht nur zwischen dem Kop de la Butte und den BB85 die Freundschaft. BP05 beendete diese im August 2023. Der Zaunfahnenverlust des Kop wird hier als Grund genannt. Später mehr dazu.
Der 25. Geburtstag 2017 wird endlich groß gefeiert. Eine dreiteilige Choreo wird gezeigt, mit einer Hochziehfahne, einfachen Zetteln und einer Blockfahne. Mit dem Gesamtbild sind die Angevins nicht ganz zufrieden. Aber bei dem Betrachten der Bilder erkennt man schon den Fortschritt und die Weiterentwicklung der Gruppe. Womit die Schwarzweißen aus Anger aber zufrieden sind, ist der Einzug ins Finale des Coupe de France gegen Paris Saint-Germain. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte. Doch man verlor beide Endspiele und hat so keine Pokale im Vitrinen-Schrank stehen. Das Finale wird von der Fanszene sehr euphorisiert angegangen. Die Befürchtung 20.000 Menschen nicht optimal koordinieren zu können, verfliegen im Spiel schnell. Da alle Bock haben dieses Spiel gegen den großen PSG zu gewinnen. Doch in der Nachspielzeit wird durch ein Eigentor noch verloren. Der kleine Kop ist tief enttäuscht, aber dennoch zufrieden. Die erste eigene Räumlichkeit erhält die Gruppe 2021 von der Stadt und wird in Eigenregie renoviert.
Seine bitterste Stunde erlebt der Kop de la Butte im August 2022 in Troyes. Es waren nur wenige Mitglieder angereist und es wird, wie weiter oben angesprochen, die Auswärtsfahne verloren. Die Gruppe ist dadurch natürlich erstmal geschockt und stellt ihre Aktivitäten ein. Sie entschließen sich aber weiterzumachen und aus der Situation zu lernen.
Mit diesem Punkt endet das Jubiläumsbuch der Angevins.
Bei solchen Büchern ist immer wieder schön die Weiterentwicklung und die Qualität des Tifos, dementsprechend des Tifomaterials und auch der Fotos an sich beobachten zu können. Der Kop de la Butte ist in Frankreichs Fanszenen eine wirklich kleinere Nummer. Im -There’s only one KDLB- wird dies auch immer ehrlich angesprochen. Vor allem in den 00er Jahren, als der Verein sportlich und wirtschaftlich am Boden lag. Ein exemplarisches Bespiel, welches ich mir merkte, war als die Gruppe zum ersten Mal Seidenschals produzieren ließ und sie Probleme hatte die 100 Stück Mindestbestellmenge unter das Volk zu bringen. Doch, dass die Jungs und Mädels aus Angers so ein Jubiläumsbuch auf die Beine stellen ist gar nicht hoch genug einzuschätzen und verdient Respekt.
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Die Ultras Brestois feierte heute ihren 35. Geburtstag. Dafür brachten sie, vor dem Anstoß ein Fronttransparent mit der Aufschrift -GENERATIONS ANKOÙ- am Zaun an. Wir rätselten schon im Stadion, was dies bedeuten könnte. Ich muss auch ehrlich zu geben, eine Weile musste ich im Internet dafür suchen. Der Ankou ist eine Figur der bretonischen Mythologie. Er ist eine Gestalt, welche der Diener des Todes ist und die Seelen der Verstorbenen einsammelt. So ist das Gruppenlogo der UB 90 eine Abbildung dieser bretonischen Mythengestalt. Zu Spielbeginn wechselte es zu der Jahreszahl 1990 und eine kleine Blockfahne im unteren Bereich des Gästeblockes wurde hochgezogen. Darauf das Gruppenlogo, ergänzt mit dem Spruch 35 ANS und den Flaggen der Bretagne, der Stadt Brest und einer rot-weißen für den Verein. Nachdem die Blockfahne oben war, sagte ich zum Vater der Mademoiselle, gleich gibt es wohl Pyrotechnik und nachdem einige rote Bengalos brannten, erklärte er mir dies wäre eigentlich verboten. Lächelnd machte ich meine Fotos. Später, als wir, nachdem Spiel am Gästeblock entlang liefen und er die Polizeieinheiten sah, welche den Gästeeingang sicherten, schimpfte er, dass dies übertrieben wäre und er damit nicht einverstanden sei. Schon putzig. Eine kleine Randnotiz ist, als ich mit der Mademoiselle 2022 beim Spiel Stade Brest gegen Montpellier war, feierten die Celtic Ultras, die zweite Gruppe bei Stade Brest, ihren 20-jährigen Geburtstag und heute nun der 35. Anniversaire der Ultras Brest. Als ich einige Bilder der Choreografie gemacht hatte, sprach mich mein älterer Sitznachbar an, ob ich ein Supporter wäre. So deutete ich jedenfalls seine Frage. Die Antwort meinerseits ich wäre Deutscher ließ ihn nur stutzig und fragend nicken. Akustisch sind zwei Fanblöcke direkt nebeneinander nicht wirklich optimal. Wenn sie dann lautstärketechnisch ausgeglichen sind, macht das Zuhören auch keinen Spaß. Die Stadionregie ermunterte die Zuschauer zu allen Übel noch, wegen einen auf der Anzeigetafel angezeigten Lautstärkeregler, Krach zu machen bzw. mit den Handytaschenlampen rum zu fuchteln. Schöner Quatsch. Mir gefiel aber, dass die andere Hintertortribüne, mit Angers-Fans, selbstständig Schlachtrufe anstimmte, welche eine gute Lautstärke erreichten. Immer schön, wenn die Tribünen von sich aus etwas machen. Alleeez les SCO! Die Schwarz-Weißen Kicker konnten das Spiel weitgehend souverän gestalten. Der Sieg tat ihnen im Abstiegskampf verdammt gut. Die Bretonen waren wohl zu müde und fanden nicht ins Spiel. Ihr dritter Platz letzte Saison und die daraus resultierende Teilnahme an der Champions League ist der größte Vereinserfolg. Wie schon geschrieben, der kleine Kop von Angers ist keine große Nummer, aber dass es hier schon seit 1992 organisierte Stimmung gibt ist aller Ehren wert. Was ich aber nicht ganz nachvollziehen konnte, war die Aufstellung der Vorsänger. Der Capo mit Mikrofonanlage und zusätzlich zwei Fans mit Megaphonen in fünf Meter Entfernung, auf dem Capo-Podest. Ich sage mal bei einem Fanblock von ca. 200 Leuten wirkt dies ein wenig übertrieben. Kurz vor Abpfiff konnte der Angers Sporting Club de l’Ouest das 2:0 erzielen. Der Jubel der Zuschauer wurde aber durch den Abseitspfiff des Schiedsrichters abgewürgt, nur damit sich der Unparteiische ein paar Sekunden später ans Ohr fasste um eine gute Minute der Stimme darin zu lauschen. Der VAR bestätigte, dass das Tor regulär war und das Stadion jubelte erneut ausgelassen. Auch wenn der Videobeweis eine Fehlentscheidung korrigierte, finde ich diesen einfach nur ablehnenswert. Zurück in Chauvigny wurde noch ein wenig gemeinsam gegessen und den Anderen unsere Eindrücke des heutigen Tages geschildert. Der Papi war zufrieden mit unseren Ausflug. Die Mademoiselle hatte im Laufe des Tages eine nicht so gute Nachricht der französischen Bahn erhalten. Diese offenbarte uns, da heute Nacht ein Unwetter über Zentralfrankreich ziehen sollte, dass alle Züge nach Paris ausfallen werden. Das hatte ich auch noch nicht. Zum Glück konnten wir die Fahrkarten mit einem kleinen Aufpreis umbuchen und ich durfte einen Tag länger Urlaub auf Arbeit beantragen, die Kinder und die Mademoiselle hatten noch Ferien und so war es letztlich kein Problem. Den Tag mehr in Chauvigny nutzen wir, um uns die Cité Médiévale de Chauvigny anzuschauen. Bei meinem ersten Besuch in Chauvigny besichtigten wir den mittelalterlichen Teil, auf einem Felsplateau gelegen, schon einmal. Doch da man hier oben fünf Burgen bzw. deren Überreste erkunden kann, macht es immer wieder Spaß, durch die engen Gassen und über die Plätze zu spazieren. Nicht umsonst ist Chauvigny in der Liste -Les plus beaux détours de France – die schönsten Umwege Frankreichs -eingetragen. Diese wird von einem Verein verliehen, welcher kleine Touristenstädte abseits der großen Hotspots auszeichnet.
(Der Kulturbeauftragte)

Eine neue Ausgabe des "Abhaun!" ist erschienen. Nach 11 Jahren geht die Abhaun-Reihe mit der 6. Ausgabe weiter. Ein Klick auf das Bild bringt euch zu den weiteren Informationen.


Chauvigny, la ferme de maras - Ziegenmolkerei

Cité Médiévale de Chauvigny